.webp · WebP (Google, RIFF-Container)

WebP komprimieren

WebP ist Googles 2010 vorgestelltes Bildformat, das seit Safari 14 in 2020 in allen relevanten Browsern unterstützt wird. Bei gleicher Wahrnehmungsqualität liefert es 25 bis 35 Prozent kleinere Dateien als JPEG, plus optionalen verlustfreien Modus und Alpha-Kanal.

Quality-Empfehlung

WebP-Quality 72-78 entspricht etwa JPEG-Quality 80-85. Skala nicht direkt vergleichbar mit JPEG.

Typische Einsparung

Bei einem typischen Web-Foto 25 bis 35 Prozent kleiner als JPEG Quality 80. Bei Bildern mit großen Farbflächen bis zu 45 Prozent.

Gut geeignet für

  • Fotos auf modernen Websites mit Coverage über 97 Prozent
  • Bilder mit Transparenz (Alpha-Kanal nativ)
  • Animationen (kleiner und besser als GIF)
  • Verlustfreier Modus als PNG-Alternative bei Screenshots
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Nicht geeignet für

  • · E-Mail-Versand (Outlook 2019 zeigt WebP teilweise nicht)
  • · Print- und Druck-Pipelines (TIFF/JPEG erwartet)
  • · Sehr kleine Bilder unter ~5 KB (Header-Overhead frisst Gewinn auf)

Browser-Support

~98 Prozent global (caniuse.com, Mai 2026). Chrome 32+, Firefox 65+, Safari 14+, alle modernen Mobile-Browser. Fallback nur für extrem alte Android-WebViews nötig.

Tooling

  • Browser-basiert: bild-komprimieren.de (direkte WebP-Ausgabe)
  • CLI: Googles cwebp (offiziell), aktiv weiterentwickelt
  • Build-Pipeline: sharp, imagemin-webp, Astro/Next Image-Service

Typische Fallen

Quality-Skala 1:1 von JPEG übertragen

WebP-Quality 80 ist nicht JPEG-Quality 80. WebP nutzt eine andere Skala, Quality 72-78 reicht für Web-Output und entspricht etwa JPEG 80-85.

Fallback weglassen

Trotz 98 Prozent Coverage lohnt das picture-Element für Edge-Cases (alte WebViews, manche Crawler, Mail-Vorschau). Der Aufwand ist drei HTML-Zeilen.

WebP aus stark komprimiertem JPEG ableiten

Wer WebP aus einem Quality-70-JPEG erzeugt, bekommt nicht den vollen Gewinn. Ideal ist WebP aus PNG oder hochqualitativem JPEG (Quality 95+).

Häufige Fragen

Sollte ich WebP statt JPG nutzen?
Für Web-Output ja, mit Fallback. WebP ist 25-35 Prozent kleiner bei gleicher Qualität, der Browser-Support ist seit 2020 universell. Für E-Mail oder Print bleibt JPG die sichere Wahl.
Welche Browser zeigen WebP nicht?
Praktisch keine relevanten mehr. Chrome 32+ (2014), Firefox 65+ (2019), Safari 14+ (September 2020). Aktueller Coverage laut caniuse rund 98 Prozent.
Wie groß ist der Unterschied zu AVIF?
AVIF ist nochmal 15 bis 25 Prozent kleiner als WebP, hat aber langsamere Encoder (Faktor 5 bis 20) und 95 Prozent Coverage. Für trafficstarke Bilder lohnt AVIF zusätzlich, für den Rest reicht WebP.
Kann WebP auch verlustfrei?
Ja, der Lossless-Modus ist Teil der Spezifikation. Bei Screenshots und Logos liefert er typisch 22 Prozent kleinere Dateien als optimiertes PNG.

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